Da ich euch ja gerne na meinen Erlebnissen in diesem Teil Deutschlands auf dem Laufenden halte, berichte ich euch heute von meinem Ausflug nach Weimar.
Dieses Wochenende hatte ich Besuch von einer meiner besten Freundinnen aus Köln. Da man ja auch was von seiner neuen Heimat zeigen möchte, sind wir Samstags nach Weimar gefahren. Dies lohnt sich ja generell bei einer solchen Kulturstadt, aber im Moment noch viel mehr, da 2009 ja das Bauhausjahr ist. So konnte man auch überall in der Stadt folgende Aufsteller finden. Die genau darauf hinwiesen.

Dem entsprechend war die Stadt auch ziemlich voll. Publikum gemischt von Schulklassen weiterführender Schulen bis hin zu dem Renterclübchen, die mal nen Ausflug in den Osten machen. So konnten auch wir ein wenig diesen Flair des Bauhaus genießen.
Aber es gibt auch noch andere Dinge zu berichten.
Aus meiner Alten Heimat kenne ich den Maibaum und auch das Maibaum setzen. Der Dorfmaibaum wird meistens einen Abend vor dem ersten Mai, oder am ersten Mai selbst von den Jungesellen des Dorfes aufgestellt. Dabei handelt es sich meistens um eine Kiefer oder eine Tanne, die an einem langen Baumstamm in den Himmel ragt. Des Weiteren werden auch den jungen unverheirateten Mädchen Maibäume gestellt, zumeist auch von den Jungesellen, oder von ihrem Liebsten. Diese Maibäume sind Birken, die mit bunten Bändern und eventuellen Liebesschwüren versehen an den Hauswänden der Mädchen befestigt werden. Als ich dies nun meiner Freundin erzählte war diese sehr erstaunt, da sie den Brauch aus Leipzig nicht kennt. Hier in Jena kennt man diesen Brauch und zumindest in Winzerla steht ein Dorfmaibaum.
Doch was hat das mit der Kulturstadt Weimar zu tun?! Tja, man schaue:

Ein Maibaum! Eine Birke…

… vor dem historischen Rathaus in Weimar!
Also ist dieser Brauch in Thüringen wohl bekannt. Hier zwar eine ein wenig abgewandelte Form, aber schön finde ich es trotzdem.
Heute fahre ich nach Erfurt, mal schauen, ob es dort auch einen Maibaum gibt!?